Die Traumkulisse im Strandbad Litzlberg in Seewalchen am Attersee machte
auch die heurigen Beachvolleyball Staatsmeisterschaften presented by
De’Longhi zum einzigarten Event: bei Kaiserwetter, hochsommerlichen
Temperaturen und einem bis auf den letzten Platz gefüllten Center Court mit
2.000 Zusehern kämpften Österreichs Beach Volleyball Topstars um die
Medaillen. Am Ende gingen die Staatsmeistertitel bei den Damen an das
neuformierte Duo Schwaiger/Strauss, bei den Herren sicherten sich Huber/Hörl
die Goldmedaille.
Im Vorjahr eroberte Julian Hörl in Litzlberg mit Ex-Partner Daniel Hupfer die
Bronzemedaille, in diesem Jahr holt er sich mit Olympiateilnehmer Xandi Huber die
Goldmedaille. Im Semifinal-Duell der Ex-Partner Huber/Seidl konnte sich heute ein
wenig überraschend am Ende nicht der WM-Teilnehmer Robin Seidl, sondern
„Wühlmaus“ Xandi Huber durchsetzen: der Kärntner gewinnt mit Partner Julian Hörl
gegen Seidl/Winter 2:0, eng nur der erste Satz mit 21:19. Im zweiten Semifinale
gewinnen Kunert/Dressler gegen Frühbauer/Wutzl, die gestern mit dem Sieg gegen
Pristauz/Moser für eine Überraschung sorgten, 2:0. Im Finale dann haben Xandi
Huber und Julian Hörl den längeren Atem: die Beiden, eigentlich am Freitag schon im
Loser-Pool gelandet, kämpfen sich im vollen Center Court phänomenal zurück ins
Turnier und holen im Endspiel mit einem 2:1-Sieg den Titel. Bronze geht an
Seidl/Winter nach einem 2:1-Sieg im kleinen Finale gegen Frühbauer/Wutzl.
Xandi Huber: „Es ist ein Wahnsinn und es ist wirklich sehr emotional und wichtig für
mich, weil mir die Geschichten in der Vergangenheit schon wehgetan haben. Aber
Hörli und ich haben immer weitergearbeitet und ich find es so geil, dass wir das jetzt
geschafft haben.“
Neuformiertes Damen-Duo holt Titel
Europameisterin Stefanie Schwaiger und Teresa Strauss hatten vor dem Turnier nur
ein einziges gemeinsames Training und haben trotzdem das Unmögliche geschafft:
die Beiden kämpfen sich durch die Vorrunden bis ins Semifinale und lassen auch
heute im Semi ihren Gegnerinnen Teufl/Zass nur im ersten Satz Chancen, ziehen aber
dank einer starken Leistung mit 22:20 und 21:15 ins Finale ein. Im zweiten Semifinale
setzen sich die Wolfurt-Siegerinnen Fankhauser/Almer durch: die Zwei hatten bereits
nach ihrem Triumph vor zwei Wochen in Vorarlberg angekündigt, dass sie um die
Medaillen spielen wollen. Mit einem 3-Satzsieg ist der Finaleinzug gelungen. Im Finale
mussten die Beiden allerdings dann der Europameisterin Stefanie Schwaiger mit
Interimspartnerin Teresa Strauss den Vortritt lassen: in einem hochklassigen Endspiel
können sie Schwaiger/Strauss aber voll fordern, gewinnen sogar den ersten Satz,
müssen sich allerdings der Titelverteidigerin mit Teresa Strauss 1:2 geschlagen
geben. Bronze sichert sich das Duo Teufl/Zass mit einem 2:1-Sieg gegen
Plesiutschnig/Rimser. Stefanie Schwaiger: „Als Titelverteidigerin hat man natürlich
einen Druck und es ist nicht leicht, immer mit einer anderen Partnerin zu spielen, aber
dank des super Publikums haben wir es dann geschafft.“ Teresa Strauss: „Es war
nicht leicht, wir haben einige Dreisatzpartien gehabt, auch jetzt im Finale, aber am
Ende haben wir die Nerven behalten und ich freu mich, dass wir das jetzt geschafft
haben.“
Die Beachvolleyball Staatsmeisterschaften 2017 presented by De’Longhi setzten auch
in diesem Jahr wieder Maßstäbe: der Center Court wurde vergrößert, 2.000 Zuseher
sorgten für die Litzlberg-typische unvergleichliche Stimmung. Zufrieden bilanziert auch
Veranstalter Christoph Berger von PRO Beach Battle: „Danke an alle, an das
Publikum, das wirklich immer da ist und für Stimmung sorgt. Danke an die Sponsoren
und die ehrenamtlichen Mitarbeiter, ohne die es nicht ging. Wir werden für nächstes
Jahr daran arbeiten, dass es wieder genauso gut ausschaut wie heuer.“

ERGEBNISSE DAMEN
Finale: Schwaiger/Strauss vs. Fankhauser/Almer: 2:1 (-18, 19, 13)
Spiel um Platz 3: Teufl/Zass vs. Plesiutschnig/Rimser: 2:1 (16, -15, 9)
Semifinale: Schwaiger/Strauss vs. Teufl/Zass: 2:0 (20, 15)
Semifinale: Plesiutschnig/Rimser vs. Fankhauser/Almer: 1:2 (-14, 17, -14)

ERGEBNISSE HERREN:
Finale: Huber/Hörl vs. Kunert/Dressler: 2:1 (13, -15, 9)
Spiel um Platz 3: Winter/Seidl vs. Frühbauer/Wutzl: 2:1 (17, -20, 13)
Semifinale: Winter/Seidl vs. Huber/Hörl: 0:2 (19, 14)
Semifinale: Kunert/Dressler vs. Frühbauer/Wutzl: 2:0 (16, 16)